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Neue Atomkraftwerke

 
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Gunmen
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Anmeldedatum: 08.08.2009
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 18.08.09 12:20    Titel: Neue Atomkraftwerke Antworten mit Zitat

In der Schweiz (so viel ich weiss auch in der BRD) wird zur Zeit darüber diskutiert, ob man neue Atomkraftwerke bauen soll oder nicht. Die Befürworter argumentieren, dass damit der ständig wachsende Engergiebedarf damit gedeckt werden kann. Zudem verursache ein AKW keine CO2 Emissionen, ein weiters Indiz neue Kraftwerke zubauen. Die Gegner, dass sind i. d. R Grüne, Umwelt-und Friedensaktivisten haben natürlich nicht so eine finanzielle starke Lobby im Parlament. Doch auch ihre Argument sind berechtig. Irgendwann wird auch das Uran ausgehen, dann ist der Homo Sapiens gleichweit wie bei den Fosilen Brennstoffen, zudem kann man mit Uran eine Atombombe entwickeln, und um dies zu verhindern, sollte man keine neue AKW`s bauen. Ich persönlich, finde es schwierig hier eine Lösung zu finden. Es ist sicher so, das die Alternativen Energien unseren Energiebedarf zu wenig decken, aber man muss sie auf staatlicher Ebene mehr fördern. Erdöl und Erdgas werden sicher einmal ausgehen ,die Experten sind sich aber nicht einig wann der Zeitpunkt ist. Einige sprechen von 40 Jahren, andere 100 Jahren. Gegen Atomkraftwerke sprechen für mich ein GAU, wie es in Tschernobyl gegeben hat. In der Kernfusion sehen die Energieforscher das rettende Ufer, allerdings dauert die Entwicklung noch ca. 40Jahre.
Was denkt Ihr über dieses Thema??
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Schneemann
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Anmeldedatum: 15.05.2006
Beiträge: 3777
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 18.08.09 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zudem verursache ein AKW keine CO2 Emissionen, ein weiters Indiz neue Kraftwerke zubauen

Nicht ganz. Ein Atomkraftwerk stößt zwar weniger Kohlenstoffdioxid aus als ein herkömmliches Kraftwerk (etwa 75 – 100 Gramm pro kWh, ein Kohlekraftwerk kommt allerdings problemlos auf ca. die zehnfache Menge [~ 750 bis 1.000 Gramm]), stößt aber auch etwas Kohlenstoffdioxid aus. Das ist aber nicht so bekannt.
Zitat:
Die Gegner, dass sind i. d. R Grüne, Umwelt-und Friedensaktivisten haben natürlich nicht so eine finanzielle starke Lobby im Parlament.

Ebenfalls nicht ganz. Neben den üblichen Aktivisten findest du auch viele Leute aus dem konservativen bis bürgerlichen Spektrum in der Anti-Atombewegung, z. B. haben auch CDU-wählende Landwirte in Dannenberg oder anderswo gegen Atomkraft demonstriert und Traktoren quergestellt. Was die Sache mit der Lobby angeht, so magst du recht haben, wobei ich bei uns auch eine starke Windkraft-Lobby erkennen kann.
Zitat:
Irgendwann wird auch das Uran ausgehen...

Wobei das noch etwas dauern wird. 200 Jahre wohl mindestens. Aber ja, auch mit dem Uran wird es irgendwann wohl zu Ende gehen.
Zitat:
zudem kann man mit Uran eine Atombombe entwickeln, und um dies zu verhindern, sollte man keine neue AKW`s bauen.

Das wirst du damit wohl leider nicht verhindern können, dafür gibt es zu viele Spinner (oder Paranoiker).
Zitat:
Ich persönlich, finde es schwierig hier eine Lösung zu finden. [...]Was denkt Ihr über dieses Thema??

Das geht mir ähnlich. Ich bin kein wirklicher Freund der Atomkraft (zur Info, ich wohne etwa 10 km neben einem AKW), nehme sie aber als wichtigen Energieträger an, bzw. zur Kenntnis. Ich bin von der Sicherheit der deutschen Meiler eigentlich recht überzeugt – mache da mir auch keine Panik –, sehe aber vor allem und schlicht ein Problem mit der Endlagerung und auch teils im Umgang mit dem Atommüll. Wenn man hört, dass im Lager Asse mal nett Wasser einbricht, so stärkt dies nicht gerade mein Vertrauen in die Experten, die sagen, ihre Lager sind in Zukunft sicher. Fakt ist auch, dass wir diesen Müll so schnell nicht loswerden und er viele Jahrtausende lang strahlen wird. Ich habe zwar noch keine Kinder, mache mir aber schon Gedanken, in was für eine Welt ich sie vielleicht mal setzen werde.

Derzeit denke ich, dürfte der Energiemix, d. h. das Miteinbeziehen aller Energieträger (Atom, Wind, etc.), die noch halbwegs sinnvollste Variante sein. Letztlich aber werden wir zumindest die nichtregenerativen Energien (Öl, Kohle, Gas) ersetzen müssen, a) weil sie es immer weniger gibt und diese teurer werden und b) weil wir uns sonst von Schurkenstaaten abhängig machen müssen, von denen man besser nicht irgendwie abhängig ist. Ob dann, neben den regenerativen Quellen, die Atomkraft eine zentrale Rolle spielen wird, hängt von den Ideen hinsichtlich Müll-Lagerung und neuen Techniken ab.

Schneemann.
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Schneemann
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Anmeldedatum: 15.05.2006
Beiträge: 3777
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 30.01.10 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Obama will Atomkraft stärker fördern

Washington (Reuters) - Im Kampf gegen den Klimawandel setzt US-Präsident Barack Obama verstärkt auf die Atomkraft.

Obama plane eine Verdreifachung der Staatsbürgschaften zum Bau neuer Atommeiler auf mehr als 54 Milliarden Dollar, sagte ein Regierungsvertreter am Freitag in Washington. Dies werde er bei der Vorstellung seiner Haushaltspläne am Montag vorschlagen.

In seiner ersten Rede zur Lage der Nation hatte Obama vor wenigen Tagen den Kongress aufgefordert, das umstrittene Klimaschutz-Gesetz zu billigen, mit dem umweltfreundlichere Energien profitabel gemacht werden sollen. "Und das bedeutet den Bau einer neuen Generation sicherer und sauberer Atommeiler in diesem Land", sagte der US-Präsident.

Link: http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE60S0CU20100129

Zum "Wollen" des Präsidenten und woher die Bürgschaften kommen sollen, sage ich mal nichts, aber die Tatsache, dass Obama sich auf einmal auf die auch nicht gerade umweltverträgliche Kernenergie beruft, um das Klima zu retten, schien mir die Meldung wert...

Schneemann.
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Schneemann
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Beiträge: 3777
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BeitragVerfasst am: 07.02.10 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Umweltminister in der Kritik

Röttgens Atompläne spalten die CDU

Umweltminister Röttgen will schneller raus aus der Atomkraft - und kassiert dafür heftige Kritik von den eigenen Leuten. Doch nun melden sich auch Unterstützer aus dem CDU-Lager: Neben den Regierungschefs Lieberknecht und Müller verteidigt ihn Vorständler Pflüger.

Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,676407,00.html

Ich muss sagen, dass mich das dann doch überrascht hat, hätte ich Röttgen gar nicht zugetraut. Aber man muss natürlich abwarten, was daraus wird.

Schneemann.
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Schneemann
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Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 17.06.10 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Nach 30 Jahren der Ausstieg vom Ausstieg

Schweden entscheiden über AKW-Neubauten

Der schwedische Reichstag dürfte heute ein Gesetz beschließen, das es erlaubt, neue Atomreaktoren zu bauen, die alte ersetzen sollen. Der Ausstieg aus dem vor 30 Jahren beschlossenen Ausstieg wäre damit vollzogen. Anders als in Deutschland geht dies nahezu geräuschlos über die Bühne. Das Volk ist mittlerweile mehrheitlich für die Kernkraft, vor allem bei den Jüngeren ist die Zustimmung hoch. [...]

Anfang Februar 2009 war es schließlich dem heutigen Ministerpräsidenten Fredrick Reinfeldt vorbehalten, nicht ohne Pathos den Ausstieg aus dem Ausstieg zu verkünden: "Die Regierung hat einen historischen und in der Welt wohl einzigartigen Beschluss über Umwelt-, Klima- und Energiepolitik gefasst. Eine Welt, die in diesen Fragen nach politischer Führung sucht, kann sich an Schweden orientieren. Wir haben den Grundstein dafür gelegt, Arbeitsplätze zu sichern und Wohlstand zu sichern. Wir haben langfristige Voraussetzungen geschaffen, um Investoren nach Schweden zu locken, weil wir Versorgungssicherheit auf dem Energiesektor schaffen. Und außerdem weisen wir den Weg zur künftigen Vermeidung von CO2.“

Link: http://www.tagesschau.de/ausland/atomkraftschweden100.html

Schneemann.
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